Wohngruppe 3

Die Wochentafel im Flur der WG 3

Die Wohngruppe 3 ist unsere zweite Spezialwohngruppe für Menschen mit Morbus Huntington.

Silvia, WG 3, seit über 20 Jahren dabei:

Mir gefällt an meiner Arbeit im Haus ZOAR, dass man hier viel Gestaltungsfreiheit hat. Ich kann meine Ideen uneingeschränkt äußern, und es gibt eigentlich keine „festgefahrenen“ Dienste. Außerdem finde ich die Arbeit im Huntington-Bereich spannend. Mir wird hier nie langweilig.

Ein Mitarbeiter beschreibt die WG 3:

Auf Wohngruppe 3 arbeiten HeilerziehungspflegerInnen, Gesundheits- und KrankenpflegerInnen und BetreungshelferInnen, diese betreuen 8 Menschen im Alter von 19 bis 61 Jahren. Es leben fünf Männer und drei Frauen auf der WG, die alle sehr unterschiedlich sind.
Einer geht noch Teilzeit arbeiten, ein anderer Herr besucht den hauseigenen Beschäftigungsbereich. Die anderen gehen nicht mehr arbeiten, sondern gestalten ihren Tag selbst, nehmen Therapien (Logo, Ergo, Physio, Musik) wahr oder verfolgen eigene Projekte, engagieren sich im Bewohnerrat, unternehmen Spaziergänge, gestalten Ausflüge mit ihren Bezugsbetreuern oder nehmen an regelmäßigen Nachmittagsveranstaltungen teil, zum Beispiel an der Biographierunde oder einem Musiknachmittag.
Außerdem wird gerne an Sportveranstaltungen teilgenommen, beispielsweise im Sportpark gegenüber oder an der hauseigenen AG alle zwei Wochen montags nachmittags.

So gibt es eine ganze Menge Angebote im Haus und um das Haus herum, da die zentrale Lage natürlich ideal ist, um etwas zu unternehmen.

Wir als Mitarbeitende müssen uns bei der täglichen Arbeit stets auf neue Herausforderungen durch einen veränderten Hilfebedarf einstellen. Wir versuchen dabei Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten und die Bewohnerinnen und Bewohner beim Verlust von Fähigkeiten so gut es geht zu begleiten.

Durch veränderte Tag- und Nachtrhythmen kommt es vor, dass abends um 20 Uhr drei Leute drei verschiedene Gerichte essen wollen. Dies ist für uns nicht immer realisierbar, aber wir probieren, Vieles möglich zu machen. Dazu erarbeiten wir in jährlichen Teilhabekonferenzen, die für jeden stattfinden, mit demjenigen seine Ziele und Wünsche. Jeder Bewohner hat dafür einen Bezugsbetreuer, der einmal im Monat einen Sonderdienst hat, um diese und andere Wünsche zu erfüllen.

Erste Eindrücke von ZOAR

Stefan Kolonko ist seit Anfang 2018 Wohngruppenleiter der beiden Huntington-Wohn-Gruppen.
Christian ist ungefähr zur gleichen Zeit in die WG 3 gezogen.
In unserem Blog berichten die beiden über ihre ersten Eindrücke von ZOAR.

Mehr über Huntington.

Lesen Sie weiter: Wohngruppe 4

Wörter-Buch

*) Morbus Huntington

Morbus Huntington ist eine vererbbare Krankheit des Gehirns. Sie ist nicht heilbar und schreitet immer weiter voran. Menschen mit Morbus Huntington haben viele unterschiedliche Symptome, die körperlicher und seelischer Art und unterschiedlich ausgeprägt sind. Zum Beispiel: Bewegungsstörungen und Probleme beim Sprechen und Schlucken sowie Antriebslosigkeit und Depressionen.

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